Kleists Kätzchen von Heilbronn − Version G8

Zurichtung: liOteater − Ein sportliches Stück

Ritterschauspiel, Feuerprobe, Märchen, himmlische Engel und natürlich Feuer, Wasser, Tränen, Liebeswahn und Gift und Happy End und ... vor schauerromantisch−pseudohistorischer Kulisse. So solls sein. Fürwahr ein starker Tobak, diese Mischung. Schon Kleist hatte beklagt, der Versuch, sich dem Publikumsgeschmack seiner Zeit anzupassen, habe ihn zu "Missgriffen" geführt, die er "beweinen möchte". Gleichviel! Wir haben versucht, diese Defizite zu beheben!
Das liOteater von Hanno Hener zeigt diesen Blockbuster des 19. Jahrhunderts als erstes Theaterspektakel mit theateraffinen G8−Abiturienten in einer atemberaubend kurzweiligen Version.

Premiere ist am Dienstag, dem 22. Mai, um 20 Uhr 30 im Fahrradkeller der Justus−Liebig−Schule, Darmstadt, Eingang Landwehrstr.

Weitere Aufführungen am 23. und 24. Mai, sowie am 17., 19. und 20. Juni.
Kartentelefon: 06151 997601



plastic is beautiful −− Solo für Andy

Wie ist Ihr Name und Adresse?//Andy Warhol. Ich wohne in der Lexington Avenue. NY. Die meiste Zeit verbringe ich aber in der "Fabrik" an der East 47th Street.//Was ist Ihr Beruf?//Fabrikbesitzer.//Als was arbeiten Sie im stillen?//Ja.//Wenn ja woran?//Ich kann mich nicht erinnern.//Warum machen Sie nicht, was Sie machen sollten?//Weil ich Filme mache.//Schuldet die Gesellschaft Ihnen etwas?//Ja.//Wenn Sie glücklich sind, das zu tun, was Sie tun, sollten Sie dafür bezahlt werden?//Ja.//Warum?//Weil es mich noch glücklicher macht.//

Ein Blick hinter die dunkle Brille. Warhol als Künstler und Partylöwe. Als extravaganter Dandy und schillernde Ikone der US−Popkultur der 1970er Jahre.

Mit von der Party in diesem multimedialen Solo:
Steffen Link, Hanno Hener (Regie), Jürgen Barth, Rosa Opossum, Christian Ihringer; Live Musik: "messer brüder" Thomas Buchenauer und Florian Malicke. Design, Multimedia: Hans−Jörg Brehm; Lichtkonzept: Udo Elbers.

Premiere: Freitag, 9. März, um 20 Uhr 30, EARLStreet, Pallaswiesenstraße 25, 64293 Darmstadt.
Weitere Abende: Samstag, 10., Sonntag, 18. (18 Uhr!), Donnerstag. 29. und Freitag, 30. März.
Karten: 06151 997601

−−−TRAILER−−−
Warhol−trailer Part 1
Warhol−trailer Part 2


Darmstädter Echo 11.3.2012



Darmstädter Echo 1.3.2012



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TOTALSCHADEN von Karst Woudstra
−−− Wiederaufnahme wegen des großen Erfolges (im Repertoire seit 2008) −−−
im das blumen
Nieder−Ramstädter−Str. 75, 64285 Darmstadt


TERMIN:
Samstag 17. März.2012
jeweils 20.30 Uhr


Auto fahren ist gefährlich. Das wissen wir spätestens seit James Dean. Die Sehnsucht nach dem Risiko ist die Sehnsucht danach, unkontrolliert zu sein, in Gedanken, Worten und Werken. Die billige Vorstellung vom kulturellen Risiko als gefilmten Bungiejumping hat hier nichts verloren. Verschwendet eure Jugend! ist die Losung der drei jungen Männer um die Mitte 20, die auf ein Ende zu rasen, das keines ist, vielleicht ein neuer Anfang. Warum sind sie nur glücklich, wenns weh tut? Sie wollen etwas erleben, das mehr ist als die Summe seiner Teile, etwas Besonderes, Unberechenbares. Ihre Gier ist, mit ihrem Lebensstil etwas zu schaffen, was es vorher noch nicht gab.
Mit diabolischer Präzision dekonstruiert der renommierte niederländische Bühnenautor Karst Woudstra in "Totalschaden" die vertrackte Grundsituation von drei Typen, allesamt Parias einer Gesellschaft, die ihrer Jugend nichts mehr zu bieten hat als materiellen Oberflächenkult.

Die theaterquarantäne bringt dieses Stück als rasante Achterbahnfahrt auf die Bühne.
Oli Bock steuert die Soundspur live bei!

MIT
Steffen Link, Sascha Weitzel und Jochen Döring

REGIE
Hanno Hener und Clé Braun.

Trailer:
totalschaden−trailer





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Die Vagina − Monologe von Eve Ensler
Ein Theater−Ereignis der besonderen Art (empfohlen ab 16 Jahre)
"Wenn deine Vagina sprechen könnte, was würde sie sagen? Mach´s noch ma. ... Ich müsste sie einfach sein − meine Vagina sein." Eine Messe für die weibliche Sexualität, komisch, respektlos, emotional, aber auch intellektuell.
"Fotze fordern!": Ein absolut politisch unkorrekter Angriff auf Freuds Phallus-zentrierte Sexualtheorie: Die Klitoris ist nicht so "griffig". Mit ihren über 200 Interviews fordert Eve Ensler die Frauen auf, sich mit ihrer eigenen Anatomie zu identifizieren. Etwa ein genuiner Vorläufer von Roches "Feuchtgebieten", der frech die Bastion des prüden "Oma−Feminismus" stürmt? Vielleicht. Und da erklärt Eva Herman die Emanzipation für gescheitert!? Hm. Oder doch?
In ungewöhnlicher Besetzung mit Julia Rothfuchs und Sascha Weitzel unter der Regie von Hanno Hener wagt die theaterquarantäne einen neuen Zugang zu diesem amerikanischen Kulttext der frühen 1990er Jahre.





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Darmstädter Echo 16. Juni 2011 von Bettina Bergstedt

"Vagina−Monologe": Was fängt man mit dem Lustzentrum an?
Theater in Darmstadt: Unterhaltsamer Bilderbogen mit zwei Darstellern


Nahkampf im Intimbereich: Sascha Weitzel und Julia Rothfuchs auf der Bühne.
"Wir machen uns Sorgen...", sagt Sascha Weitzel zu Julia Rothfuchs. Beide Schauspieler bestreiten die "Vagina−Monologe", ein Theaterstück nach Eve Enslers gleichnamigem Buch, das 1996 in New York uraufgeführt wurde. Er redet über "Frauen, die ihre Vagina nicht kennen". Sie über "Männer, die ihren Penis nicht kennen". In den neunziger Jahren interviewte Ensler zahlreiche Frauen zum Thema Vagina, besser gesagt ganz konkret zur eigenen Vagina: Wie nennst Du sie, wie würde sie sich kleiden, wie riecht sie? Für viele Frauen waren die Befragungen Anlass, sich ihres Lustzentrums überhaupt bewusst zu werden: Eine alte Frau entdeckte ihre Klitoris und erlebte einen Orgasmus.
Andere enthüllten Geschichten, denen traumatische Gewalterfahrungen zugrunde lagen. Zweihundert Protokolle sind so entstanden: tragisch, witzig, sinnlich, befremdlich, vertraut. Regisseur Hanno Hener von der "theaterquarantäne" hat die Protokolle zusammengestrichen. Die Premiere am Mittwoch zeigte, was man an einem Abend im Kübelhaus des Prinz−Georg−Gartens verhandeln kann. Üblicherweise wird das Stück von Frauen an Frauentagen gespielt; in Darmstadt agieren gleichberechtigt ein Mann und eine schwangere Frau auf der Bühne, führen Szenen vor, treiben Wortspiele mit Begriffen, die synonym für Vulva längst Vulgärbezeichnungen im Sprachgebrauch vieler geworden sind. Und stellen Fragen: Ist der in die Gesäßfalten einschneidende Stringtanga die richtige Antwort auf die einengende Miederhose? Wäre für die Vagina ein Damenslip mit eingebautem Minivibrator nicht geeigneter? (Weiblicher Kommentar aus dem Publikum: "Da wären wir ja ständig unkonzentriert!").
Protokolle werden vorgelesen: Erfahrungen einer Pubertierenden, die ihr erstes Mal auf der Rückbank eines Nobelautos erlebt, wobei sich der Partner nach vollzogenem Verkehr mehr um die Flecken auf den Sitzen schert als um die Gefühle des Mädchens. Der Freund des Vaters als Vergewaltiger, die schöne Frau, die sich das Nachbarskind dienstbar macht, indem sie es verführt. Oder der Vaginafan Paul, der seiner Freundin zeigt, was man Schönes damit anfangen kann.
Rothfuchs und Weitzel spielen engagiert und locker vor rotem Vorhang mit wenigen Utensilien. Die Inszenierung ist angenehm angelegt auf die Schaffung von Distanz durch Kennbarmachen der Schauspieler hinter den Rollen, durch Ironisierung, durch das Mischen der Geschlechter. So spricht Weitzel von "seinen" Vagina−Erlebnissen und führt vor, wie vielfältig Frauen beim Orgasmus stöhnen.
Das ist mal komisch, mal albern, erhellend oder uninteressant. So lange es aber Klitorisbeschneidungen oder Vergewaltigungen gibt, muss man sich Sorgen machen − über Vaginas und Penisse gleichermaßen.

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Mal was Neues: Eine unsere Schauspielerinnen des namensgebenden Stückes von David Gieselmann, "Quarantäne" (2000, auf der Werkstattbühne des Staatstheaters Darmstadt, also Katharina Uhland hat sich für ein Jahr am Darmstädter Theater verpflichtet. Wir freuen uns sehr, sie wieder hier zu sehen und wünschen ihr eine spannende und ereignisreiche Zeit. Am kommenden Samstag, 21.5., hat sie ihre erste Premiere hier: Lutz Hübners "Nachtgeschichte" in der Regie von Martin Ratzinger. Toitoitoi!!!!

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Echo 3.5.2011
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DATTERICH 2015!!!

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Wir trauern um Rüdiger Gieselmann. Er starb am 2. Februar. Wir verlieren mit ihm einen kundigen und wertvollen Wegbegleiter all unserer Theateraktivitäten seit den frühen 1990er Jahren. Seine zahlreichen Interviews für RADAR mit Mitgliedern unserer Gruppe werden uns in guter Erinnerung bleiben.